Geburtstagsfeier + Gebetsnacht

19 + 20. November 2016

Manchmal ist es Zeit stehen zu bleiben und zu feiern – dankbar, für das was ist, dankbar für das was Gott geschenkt hat und voll Wertschätzung für das, was so viele auf diesem gemeinsamen Weg bereits investiert haben.

2 Jahre Gebetshaus Zwickau ist so ein Grund dankbar stehen zu bleiben. Wir blicken bereits auf so viele kostbare, gemeinsame Stunden vor Gott zurück. Christen dieser Stadt und Umgebung vereint in Anbetung und Fürbitte und tiefer Liebe zu dem Einen! Und wir sind voll Freude über das, was vor uns liegt, über das was Gott hier in Zwickau tun will und wie wir mit IHM zusammen arbeiten dürfen, um den Himmel genau hier auf die Erde zu holen!

Auch wenn an dem Abend nicht alle dabei sein konnten, die mit dem Gebetshaus Zwickau tief verbunden sind, haben wir diesen besonderen Anlass gefeiert – mit Geburtstagstorte, einem reich gefüllten Buffet und Worten voll Dank & Zuversicht. Und dann sind wir bis in die Morgenstunden zu einer Gebetsnacht zusammen geblieben. Viele Beter aus Zwickau und Umgebung folgten unserer Einladung dazu und füllten den Gebetsraum, alle mit der einen Sehnsucht im Herzen:

Wir haben den Heiligen Geist eingeladen, sich frei unter uns zu bewegen, wir haben den HERRN angebetet, haben unser Herz aufgemacht, haben gewartet und gehört. Und ich bin so berührt, wie wundervoll Gott ist!! Ja, Er hat geredet! Es ist wahr: wer Ihn sucht, von dem lässt Er sich finden. Wie einen kostbaren Schatz, will ich das nehmen und ehren, was ER offenbart und gegeben und gesagt hat:

 

ER ist der Hirte, wir sind die Schafe.

Gott hat uns in dieser Nacht an eine Wahrheit erinnert, die wir in all dem Tun und Mühen unseres alltäglichen Lebens nur all zu leicht aus den Augen verlieren. ER ist der gute Hirte. Er kennt uns und sieht uns. Er hat die Verantwortung für Seine Schafe und weiß, was zu tun ist. Nicht wir müssen die Weide am Laufen halten. Wir dürfen uns Ihm unterordnen und uns bei Ihm bergen. Wir dürfen als Geliebte leben, in einer von Ihm geschenkten Freiheit. Wie oft sind wir Schafe so beschäftigt, so überlastet, so in Sorge und Unglück …und manchmal auch in Hochmut, beschäftigt mit uns und unserem Horizont der Dinge. Und dann legen wir dem Hirten eine lange Liste vor, was Er „bitte“ zu tun hat (Gebetsanliegen), ohne zu schauen wo ER ist und was eigentlich Sein Plan dazu ist!

 

„HERR, der Weidezaun sollte repariert werden. Und bitte HERR, wir brauchen schönes Wetter und mehr Stroh für unser Lager. Aber nicht so kratziges. Und HERR, die anderen Schafe (sind so unmöglich)!!!!! Bitte ändere sie! Und mach, dass wir alles schaffen, was wir uns vorgenommen haben. Wir haben immer so viel zu tun und keine Zeit zum Ausruhen! Und da ist die Sorge, das Gras wächst nicht genug in diesem Jahr. Außerdem musst Du wissen, der Wolf schleicht herum! Wir Schafe müssen uns beraten und eine Abwehr überlegen. Bitte schenk Weisheit und Segen dafür … Ihr könnt das selber weiter füllen 😉

 

So verdrehte Welt. Crazy aber wahres Leben für die meißten von uns!

Und Gott war so liebevoll! Er hat uns das nicht um die Ohren gehauen, sondern hat uns ein Stück mehr von dem offenbart, wie Er ist und welchen Platz wir einnehmen dürfen: den als Geliebte, als Beschützte und teuer Erkaufte.

Wir saßen in dieser Nacht mit den unterschiedlichste Geschichten, Fragen, Hoffnungen und Nöten vor Gott. Was wäre, wenn die Antwort Gottes für jeden von uns gar nicht so hoch komliziert und aufsehenserregend über uns kommt, sondern eher schlicht, aber unendlich liebevoll und entlastend? Was wäre, wenn wir Schafe mal aufhören mit all dem Mühen und Lasten bewegen und uns hinsetzen und den Hirten anschauen?

Ich sah das vor mir, wie wir Schafe im Gras sitzen und alles lassend, was uns eben noch so beschäftigt hat. Unser Blick schweift suchend über die Weide. Da ist Er, der Hirte!! Woooow!! Du schaust ihn an und etwas passiert in dir. Wunderschön! Er ist es!!! Die Liebe in Person! Schließ doch auch du mal die Augen, und lass die Dinge los die dich beschäftigen (lass sie neben dir oder hinter dir dir liegen) und schau deinen Hirten an. Betrachte Ihn! Und dann stell dir vor, deine Blicke treffen sich mit Seinen. Du schaust in die Augen der Liebe und Güte selbst. Du spürst, Er kennt dich. ER hat den höchsten Preis bezahlt für dich.

Ich bin überwältigt. Liebe und Zuneigung durchfluten mich und Tränen füllen meine Augen. Plötzlich ändert sich alles! Die Perspektive wird neu. Er ist Gott! Und was mir soeben noch belastend und unmöglich erschien, bekommt in Seinem Licht einen völlig neuen Platz. Er ist in Kontrolle! Er weiß, was Er tut. Ich muss Ihm nichts erklären, Er weiß es längst. Er weiß, was ich brauche. Er ist der Hirte.

Wir hatten das nicht geplant, nicht im Vorfeld abgesprochen, doch dieses Bild zog sich durch die ganze Nacht, wie ein roter Faden, egal wer gerade Lobpreis oder Gebet geleitet hatte. Der Heilige Geist führte uns in dieser Nacht in die Begegnung mit unserem Hirten.

Auch wenn man beim Bibel Lesen gute Chancen hat, etwas über Schafe und Hirten zu finden, hat sich keiner von uns bewusst danach auf die Suche gemacht. Wir mussten irgendwann schon lachen und waren doch immer wieder bewegt…
Gott, was willst du, dass wir wissen?
Was müssen wir hören?
Woran erinnerst Du uns?

Psalm 23   Das Lied:  „Der Herr ist mein Hirte, nichts fehlt mir“

 

Matthäus 9,23:  „Als Jesus aber die Volksmengen sah, wurde er innerlich bewegt über sie, weil sie erschöpft und verschmachtet waren wie Schafe, die keinen Hirten haben.“

Jesaja 53, 6 +7  Wir alle irrten umher wie Schafe, wir wandten uns jeder auf seinen eigenen Weg; aber der HERR ließ ihn treffen unser aller Schuld. Er wurde misshandelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf wie das Lamm, das zur Schlachtung geführt wird und wie ein Schaf, das stumm ist vor seinen Scherern; und er tat seinen Mund nicht auf.“

….

Es ist die Liebe Gottes und der Herzschlag des Himmels. Er hat sich selbst hingegeben um Verlorene zu retten. Es ist Seine Sehnsucht, unser Hirte zu sein. Er ist der Starke, der Versorger, der Erlöser. Er ist der, dem nichts unmöglich ist und unter dessen Füße alles getan ist. Er ist der, der uns zuerst geliebt hat.

Sei auch du gesegnet beim im Gras sitzen und den Hirten anschauen

…und beim geborgen & geliebt sein bei Ihm!

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